Eames Chair – Kultobjekt zwischen Kunst und Alltagsgegenstand

 

BeimEames Chair handelt es sich um ein klassisches Design-Sitzmöbel aus den 20er Jahren. Designt wurde der Stuhl vom Designer-Ehepaar Charles und Ray Eames. Ohne diesen Stuhl wäre die Design-Geschichte des 20sten Jahrhundert sicherlich um eine Vielzahl gestalterischer Glanzstücke ärmer gewesen.

Obwohl es heute unumstritten ist, dass die Frau von Charles Eames maßgeblich am Design, der Entwicklung und auch den Entwürfen mitbeteiligt war, fiel der Großteil des Erfolges stets auf Charles Eames zurück, zumindest wurde er ihm zugeschrieben.

 

 

Was den Stuhl ausmacht

 

Neben seinem unverkennbaren Design sind es vor allem die Variantenvielfalt und der hohe Sitzkomfort, die ihn zum beliebten Klassiker machen. Diese einzigartige Kombination aus stylischem Kunstobjekt und klassisch schlichtem Alltagsgegenstand haben ihn in der heutigen Zeit zu einer Ikone moderner Einrichtung werden lassen. So finden sich Exemplare dieses Klassikers in verschiedensten Häusern, öffentlichen Gebäuden und Wohnungen, vom Kanzleramt bis hin zum Museum of Modern Art in New York.

Durch die schlichte Eleganz und die Möglichkeit, ein zu nahezu jedem Einrichtungsstil passendes Modell zu kaufen, kommt kaum jemand an ihm vorbei, der seinen Wohn- und Essbereich modern und designorientiert einrichten möchte.

Natürlich haben auch die hohe Stabilität, Traglast und der bequeme Sitzkomfort seinen Siegeszug unterstützt, sodass es nicht nur ein Kunstobjekt, sondern auch ein sinnvolles und gut nutzbares Alltagsobjekt zugleich ist.

 

 

Nachbildung oder Original

 

Während Originalmodelle leicht 300 Euro und mehr kosten, können Sie sich auch im Internet auf Seiten wie https://www.famous-design.com/de/eames-chair für einen Nachbau entscheiden. Vom Design und dem Aufbau her unterscheiden sich die beiden Varianten nicht voneinander. Der einzige Unterschied liegt im Detail und den gewählten Materialien. Denn während beim Original etwas teureres Ahornholz zum Einsatz kommt, wird das Gestell der Nachbauten meist aus Buche gefertigt. Dies hat keine negativen Auswirkungen auf die Stabilität, sondern lediglich auf den Preis.

Ein guter Nachbau ist ebenso stabil und ebenso stylisch wie das Original, entlastet allerdings Ihren Geldbeutel, sodass Sie auch mit einem etwas kleineren Budget in den Genuss dieses Designklassikers kommen können. Dadurch wird er insbesondere auch für designbewusste Menschen interessant, deren Budget für einen einzelnen Stuhl nicht bei bis zu 300 Euro liegt.

 

 

Wer waren Charles und Ray Eames und welche Möbel prägten sie?

Das Designer-Ehepaar um Charles Eames, der 1907 in St. Louis, Missouri, in den USA geboren wurde, prägte gemeinsam mit seiner Frau Ray die Entwicklung des US-amerikanischen Nachkriegsdesigns und inspiriert mit seinen funktionalen und klassischen Möbeldesigns bis heute Designer aus aller Welt.

Bereits mit 31 Jahren begann das Ehepaar Eames im Rahmen der Plywood Group damit, Schichtholzfurniere dreidimensional gemäß der menschlichen Anatomie zu formen. Bis dato waren nur 2-dimensionale Schwünge machbar. Mit dem gleichen Gedanken aber anderen Materialien entstanden in der Fiberglas Group und aus Drahtschalen neue Entwürfe für den perfekt organisch und dreidimensional geformten Stuhl. 1950 bis in die Mitte der 1980er Jahre wurde der PlasticArmchairVitra in hoher Stückzahl in Serie gefertigt.

Bis heute finden sich viele seiner Modelle in Konferenzräumen auf der ganzen Welt. So ist der Konferenzsaal des Bundeskanzleramts mit Aluminium-Group-Konferenzstühlen ausgestattet, die 1958 entstanden und 1969 durch die Integration von aufgenähten, zusätzlichen Polstertaschen perfektioniert wurden. Neben reinen Sitzmöbeln entwickelte das Ehepaar auch den bekannten Lounge Chair, nach dessen Vorbild noch heute viele Relaxsessel entwickelt werden.  Diese Schichtholzkonstruktion mit Lederkissen hat eine zeitlose Eleganz und ist durch seine organische Formgebung nicht nur elegant sondern gleichermaßen komfortabel und robust. Er wurde zu einer wahren Ikone des Möbeldesigns und wird bis heute von Herman Miller und Vitra im Original hergestellt.